Otra Vez – Noch einmal

Whatsapp aus, Handy weg, Projektmanagement zur Seite schieben. Computer an, Internet auf, Facebook zu, 5 Benachrichtigungen weg.

Ein Jahr ist es her. Und es ist wie in der Zeit vor Fuerteventura.

Ich sehe wieder aus wie vor meinem Leben auf der Insel. Keine meerblonden Haare mehr. Ich trage die selben Klamotten wie vorher, besuche regelmäßig den Friseur und verlasse pünktlich morgens um 7:50 Uhr das Haus. Von einem halben Jahr Barfuß und Badeshort sind nur die kleinen dunkel-gebräunten Narben gelieben, von Verletzungen, die am Meer so schlecht heilen wollten.

Kurz vor Verlassen der Insel ließ ich mir eine Halskette in Form eines Surfbretts machen. Auf dessen Rückseite ließ ich mir einen meiner Wünsche schreiben, den ich über die Zeit nicht vergessen wollte:

otra vez – deutsch: noch einmal

Diesen Monat ist es soweit. Und diesen Monat soll es wie vorher werden. Drei Wochen soll mein Leben so werden, wie es von März bis August 2014 war, einfach. Der Flug ist gebucht. Sonst nichts!

Kein Auto, kein Hotel, kein Problem.

Nico und ich wollen zurück und jetzt kommen wir zurück. Mit einem Rücksack Klamotten, zwei Schlafsäcken und einem Zelt. Ein Auto wäre schön, aber unser alter Citroen Saxo ist bereits vergeben. Vielleicht finden wir ja auf der Insel etwas bezahlbares.

Essen wird improvisiert, anderes notwendiges auf der Insel gekauft. Bei der Hitze dort ersetzt der Sand den Campingkocher.

Ta­pe­ten­wech­sel, der

„vorübergehende oder dauernde Veränderung der gewohnten Umgebung“

Keine Leerbücher und Vorlesungspräsentationen. Was nicht in meinem Kopf ist, bleibt zuhause. Kein Laptop, keine Arbeit. Nichts, an das noch unbedingt gedacht werden muss oder auf keinen Fall vergessen werden darf. Verantwortung zeitweise abgeben.

Einfach leben.

Oder doch!

Logistik ist so ein breites Feld. Und ein Logistik-Studium ist nicht das selbe wie die kommenden Jobs.

Mein Interesse ist da. Nach einem halben Jahr Logistik-Pause weiß ich jetzt auch, dass ich es studieren will. Kein Studium, um studiert zu haben. Ein Studium mit der Aussicht auf mehr. Mehr Bereiche, in die ich gehen kann und ein unglaublich breites Feld an Möglichkeiten.

Respect people, make money, have fun!
– Netlloyd

Wenig Zeit

Ja, ich weiß, schlechte Ausrede! :D
Aber tätsächlich bin ich hier insgesamt 50 Stunden die Woche am Arbeitsplatz und komme halt wenig zum schreiben.

Aber da ich jetzt dank meinem Vater wieder meinen Laptop habe, versuche ich einfach immer ein paar Fotos hochzuladen. (;

Akos hier

Petofisch aus dem Wasser geholt und gegrillt

Das neue Windsurf-Center

20140416_092127_2Pudding-Day

Maren kommt uns besuchen

20140515_180043

GreenRoom

Der Alltag

Es ist irgendwas zwischen 6 und 8 Uhr. Ich habe mich nach einem meiner 8 Wecker doch mal aufgerafft aufzustehen, gehe ins Badezimmer. Zähneputzen, duschen, dann wie jeden Tag Badehose und rotes René Egli T-Shirt anziehen.

Nico frühstückt morgens nicht und schläft deshalb noch. Ich bewege mich in die Küche. Schüssel, Cornflakes, Milch, Löffel, Sofa!

Two and a half man bis die Cornflakes leer sind. Nico wacht auf und bewegt sich mit halb geschlossenen Augen durch den Gang ins Badezimmer. Wenn er wieder rauskommt ist es halb 9.

Ich gehe nochmal ins Badezimmer, ziehe Kontaktlinsen an. Wir schnappen uns den Autoschlüssel, Flipflops, gehen zur Tür raus, zum Auto und fahren in unserer kleinen Klapperkiste durch die Costa Calma und über die Dirtroad. Es läuft wie immer der DJ Mix von David Diago, der auch Auszeit von Deutschland nimmt und jetzt auf Fuerte auflegt.

Am Windsurfcenter angekommen

20140416_092056„¡Buenos días!“ „¡Buenos días!“

Wir zählen die Boards. Sport-Boards, Worldcup-Boards, Premium-Boards. Dann kommt schon der erste Surfer, der sein Brett will. Bretter raus, Bretter rein.20140429_152221

Dann auch schon Pause. Surfen, surfen, surfen!

2 Stunden hab ich Zeit. Entweder surfen auf eigene Faust oder ich spring schnell mit in einen der Kurse.

Pause wieder viel zu schnell um. Wieder zum Board-Desk, dem kleinen Tisch direkt vor den Boards.

wpid-20140426_180842.jpgZwischendurch, wenn nichts los ist schauen wir direkt neben uns an der Bar bei Quique vorbei und trinken Kaffee und Kakao.

Dann sehen uns die Chefs und wir verschwinden besser schnell wieder von der Bar.

Spaß am Schwachsinn, wenn gerade wenig zu tun ist, bleibt! :D

20140422_154822Um fünf kommen die meisten Surfer wieder raus. Bei super Wind sind alle früh fertig. 10 bleiben bis etwa Viertel vor 7 draußen.

Wir fangen an die Sonnenliegen wieder schön in Reihe aufzustellen, die Sonnenschirme reinzuholen, wieder die Boards zu zählen, und wenn alle aus dem Wasser sind verschwinden wir in Richtung Kantine.

Nach füllendem Essen wieder ins Auto, zurück zur Wohnung und schlauen, ob am Abend Party ist!

 

Meine letzte Pause

Ich habe leider (noch) keine wasserfeste Kamera. Also muss ich hier gerade einmal mit Worten malen.

Normalerweise bin ich 5 Tage die Woche von 9 bis 19 Uhr am Sotaventostrand im Windsurf-Center. 2 Stunden davon Pause. Die habe ich meistens zwischen 11 und 1 Uhr.

ABER HEUTE NICHT!

Für mich ging es nur bis 5 Uhr. Warum 5? Weil jeder von uns 2 Stunden Pause kriegt. Und wenn man den Tag über keine Pause macht, kann man früher gehen!

Und das ist der Grund, weshalb ich nun (ich schreibe diese Worte frei nach meinen Gedanken auf dem Wasser) mein Stand-Up-Paddelbrett unter mir habe, das mich langsam durch die Wellen schaukelt. Nach einigen Minuten paddeln mache ich mich mit dem Paddel an einer Boje fest und liege auf meinem SUP-Board in der Sonne.

Ich sehe den blauen Himmel über mir, das blaue Wasser vor und neben mir. Wenn mich die Wellen langsam in Richtung Strand zurückdrehen, sehe ich Palmen und die lange Küste vom Sotavento-Strand.

Die Sonne brennt zwar, aber da mein Board mit dem Paddel an der Boje fest ist, stelle ich mich einfach auf mein Board, lege meine Sonnenbrille kurz auf dem Board ab und springe hiervon für eine Wasserbombe ins tiefblaue kanarische Meerwasser ab.

Nachdem ich im 23 °C warmen Wasser lande, klettere ich wieder aufs Board zurück, rede mit ein paar anderen Stand-Up-Paddlern und paddele nach etwa 1 Stunde wieder zurück an den Strand um Nico doch noch bei den letzten Aufgaben vor Feierabend zu helfen.

Realisier es!

Einfach unglaublich wie schnell man hier im Alltag versinkt.

Ich sitze hier mit meinem besten Freund Nico bei Rapanui, der Surfschule und Bar, hundert Meter vom Sotavento-Strand an der Costa Calma, Fuerteventura.

Hundert Meter!
Strand!
FUERTEVENTURA! Leute, ich lebe auf einer Insel!!

Ich brauche immer wieder mal eine Pause um zu realisieen, was ich hier mache.

Das neue Appartement

Hier unser neues Appartment.
Jeder eigenes Zimmer mit Doppelbett, jeder ein eigenes Badezimmer.
Kaum zu glauben, dass wir uns das leisten können! :D
Deutsches Fernsehen, riesige Küche, Toaster, Herd und Ofen; wir haben jetzt alles da!

Und fragt mich nicht wegen dem Hannover-Anhänger am Schlüssel. Vermieter gaben uns den so. Ich versuch mal irgendwo einen Kölner herzukriegen!

Schickt mir jemand einen?

image

image

image

image

image

Wir bei den Senioren (ZDF Fernsehgarten)

Die Story beginnt bei der unschuldigen Suche nach einer Wohnung. Ich bin auf dem Weg durch die Costa Calma, laufe Straßen hoch und runter und Fotografiere jedes an Wohnungen angebrachte Schild mit der Aufschrift „For Rent“ oder „ALQUILAR“.

Suddenly, HEINO!

Plötzlich, am letzten Ende der Costa Calma, Heino mit Leuchtturm; LIVE! Leicht perplex bewege ich mich in Richtung Pop-Klassiker und finde…

DEN ZDF FERNSEHGARTEN ON TOUR!

wpid-IMG-20140323-WA0003.jpgHörte sich zwar an wie die Renter-Party-Hochburg, war leider jedoch nur der erste Durchlauf für den ersten der vier Drehtage, den der ZDF im Costa Calma R2-Hotel startete.

Ich, weiterhin sehr stark vom puren Entertainment beeindruckt, schaue mich weiter um und sehe das Werbeplakat, auf welchem die Künstler der nächsten Tage angekündigt werden.

WOW! Die Liste ist garnicht schlecht! Madcon, die Höhner, Live-Auftritt von Mambo Nr. 5. Das wäre einen Besuch wert!

Gedacht, Getan

Wir machen uns am letzten Drehtag des ZDF Fernsehgartens auf den Weg richtung Mehr-Generationen-Party. Hier ist schon mehr Stimmung. Okay, die Meute besteht zu 60% aus Rentnern; aber gut gelaunte Rentner in PARTYSTIMMUNG. Das sieht man nicht so oft!

20140328_132632Alle lachen, alle klatschen. Ein paar Bier und wir werden hier großen Spaß haben können :D Problem ist, Karten ausverkauft!

Aber wir sind jung! Damit gehören wir hier zu einer bedrohten Art. Und die muss gefördert werden; so denkt die Regie.

„Schnappt euch die da und setzt sie iregndwo in die Mitte!“

Joa… und das ist die Geschichte, wie Nico, 4 weitere jüngere Menschen und ich es für Lau Mitten ins ZDF-Fernsehgarten-Publikum geschafft haben.Unbenannt

Gratis Getränke, zwischendurch ein gerade vom Fernsehkoch Nelson frisch gemachtes Eis gegessen. Und am Tisch war gute Stimmung. Wir sitzen zusammen mit Felix und Beate. Beide testen ihrer Meinung nach mal das Rentnerleben/All-Inlusive-Leben.

Schlafen-Essen-Saufen-Lesen-Saufen-Essen-Saufen-Schlafen
Reihenfolge kann variieren

20140328_131627Wir kippen den Gratis-Fruchtsaft zusammen wie Kurze. Ich schaue traurig auf die Show-Cocktailbar, die während der Show mixen soll, aber dem Publikum keinen Alkohol ausschenken darf.

„Ein Konigreich für einen Caipi“ denke ich, als die Schlagerparade ihre Musik Live zum Besten gibt! Aber Gratis-Eis  und Madcon machen die Show dann wieder besser.

20140328_160855

Und jetzt das Beste

Nico ist Teil der Show!!! :D Der Stand-Up-Comedy Beitrag schließt Nico mit ein. Träume werden war!!!

Schaut euch das Resultat einfach selbst im ZDF an.

Und noch etwas. Bitte tut mir den Gefallen und zeichnet diese Sendungen für mich auf!!! :D

Die Sendetermine
Die Sendetermine

Autorisiert zu Essen

20140402_180517

Offizielle Mitarbeiter-Liste von Rene Egli. Wunderschöne Fotos von Nico und mir :D

Kleine Vorstellrunde: Mit Andrej und Tobi arbeiten wir unten im Center. Genauso mit Lars, Michael (Mitch), Samuel (Sam) und Arkos.

Arkos wohnt mit in unserem Apartment (aus dem wir morgen entlich entkommen, dem Apartment, nicht Arkos :D)

Daniele (Dani) hat bis vorgestern mit uns gewohnt. Samuel stand uns bis letzte Woche ebenfalls bei derf Mückenjagt bei!

Last but not least: Jascha! Krass gechillter Mann. Immer gute Laune, immer was vor.

Mit allen lässt sich verdammt gut feiern, wenn ich nicht schlafend im Badezimmer oder auf der Terrasse schlafe! (Fotos folgen)